| Combat | Fire |
|---|---|
| Detection | Earth |
| Health | Guardian |
| Illusion | Water |
| Manipulation | Plant |
| Drain | WIL + INT |
Der Trollschamanismus geht auf den Großen Drachen
Kaltenstein zurück, der diese archaische, rohe Form der
Naturmagie bereits weit vor den Trollkriegen einigen (damals
exklusiv trollischen) Eingeweihten beibrachte, die
später einmal das Troll-Thing formieren sollten. Diese Tradition
hat starke druidische Elemente, ist jedoch deutlich
ursprünglicher als das neuheidnische Druidentum. Kerngedanke
des Trollschamanismus ist die Allbeseeltheit der
Natur. Allerdings wird nicht, wie im klassischen Animismus,
jeglichen Objekten der Natur eine „persönliche“
Seele oder ein innewohnender Geist zugesprochen, sondern
die Tradition lehrt, dass alles – inklusiver aller Metamenschen
– von einer einzigen Allseele durchdrungen
ist. In der Regel verwenden Troll-Animisten keine Bezeichnung
für diese Kraft und personifizieren sie nicht,
auch wenn gewisse Parallelen zu einem pantheistischen
Gaia-Glauben nicht von der Hand zu weisen sind. Zauber
(oder Adeptenkräfte) werden als Bündelung, Freisetzung
oder Umwandlung der alles umgebenden, unbändigen
Kraft oder Energie des Planeten angesehen. Die Techniken,
die Troll-Animisten verwenden, sind dabei sehr urtümlich
und entsprechen eher einem Kanalisieren roher
Energien denn einem Kontrollieren. Dies geht oft mit
ursprünglichem Brüllen (Ur-Schrei), körperlicher Anspannung,
Krämpfen oder Selbstverletzung (Ur-Schmerz) und
Einssein mit dem Element (Aufgehen) einher, was bei
einem knapp drei Meter großen Giganten schon dann
furchteinflößend und bedrohlich wirken kann, wenn es
sich nur um einen Heilzauber handelt. Aufgrund gewisser
eigenblutmagischer Elemente gilt die Tradition bei anderen
naturmagischen Traditionen des Great Grand Coven
(in dem das Troll-Thing vertreten ist) als eher radikal. Geister
werden als manifestierte Aspekte oder Facetten der
Allseele verstanden, nehmen in der Troll-Tradition aber
selten humanoide Gestalt an, sondern sind ungeordnete,
rohe Verkörperungen, die eher an wilde Geister erinnern.
Geister aus erdfernen Metaebenen (Insektengeister,
Shedim, aber auch Feenvolk) sowie Pervertierungen der
Allseele (toxische Magie) werden als Bedrohung meist
gnadenlos verfolgt, weswegen man Troll-Schamanen
häufiger in grünen Gruppen findet.
Aufgrund des individualistischen Charakters der Zaubertradition
kommt es selten zur Zusammenarbeit von
Trollschamanen in Form von magischen Gruppen. Auch
das Troll-Thing ist nur eine lose Assoziation, die sich zu
bestimmten Zeiten (die keinen naturmagischen Festtagen
oder Kalender folgen) meist im Schwarzwald an Stätten
der Macht zusammenfindet, um über wichtige Dinge
zu beraten.
Obwohl diese Zaubertradition heute vor allem durch das Naturkraftseminar Waldshut gelehrt wird, gibt es Troll-Animisten, die aufgrund persönlicher Schicksale in den Schatten gelandet sind und dort ihr Wissen an geeignete Schüler weitergeben. Auch ist die Tradition trotz ihres Namens nicht mehr nur bei Trollen verbreitet. So existieren in der Trollrepublik aufgrund der Bevölkerungsstruktur inzwischen zahlreiche orkische Schamanen, auch wenn diese von den alten Hardlinern zum Teil abgelehnt werden.